Silvia Görres | leben

Leben

Silvia Görres (Geburtsname Silvia Regina Volkart) war das dritte Kind des Architekten und Hochschullehrers Hans Volkart und der Komponistin Käthe Volkart-Schlager. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Pädagogik in den Jahren 1944–1949 in Tübingen und vervollständigte ihre psychoanalytische Ausbildung an Alexander Mitscherlichs Institut für Psychosomatik und Psychotherapie in Heidelberg von 1949 bis 1952. Sie war freiberuflich in eigener Praxis als Psychotherapeutin tätig von 1953 bis etwa 1990.

Seit 1950 war Silvia Görres verheiratet mit dem Psychoanalytiker und Psychotherapeuten Albert Görres (1918–1996) und Mutter von sieben Kindern; zwei von ihnen haben das Down-Syndrom. Sie engagierte sich ab 1967 ehrenamtlich als Mitglied und ab 1971 für mehrere Jahre als Vorstandsvorsitzende für den Verein Lebenshilfe München, später auch im Vorstand der Lebenshilfe in Marburg.

Auf ihre Initiative hin wurden in München mehrere Fördereinrichtungen für Menschen mit geistigen Behinderungen geschaffen[1]:

  • Frühförderung für Kinder bis 4 Jahre
  • Schulvorbereitende Einrichtung mit heilpädagogischer Tagesstätte
  • Schule mit heilpädagogischer Tagesstätte für Kinder mit schwerer und Mehrfachbehinderung (heute Silvia-Görres-Schule)[2]
  • Lebenshilfe-Werkstatt
  • Wohnheime und Wohngruppen für Erwachsene mit Behinderung

Silvia Görres setzte sich dafür ein, dass Menschen mit geistiger Behinderung eine lebenslange Förderung erhalten, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein sollte.